Traditionell am Ostermontag findet der Boston-Marathon statt. Mit Manuela Schär und Marcel Hug stehen die beiden Schweizer Aushängeschilder am Start.
Beide reisen als Titelverteidiger der letzten Austragung an die US-Ostküste. Sie entschieden ihre Rennen vergangenen Oktober für sich. Nun ist der Event nach dem Corona-Chaos zurück am angestammten Datum. Weiter gehört der prestigeträchtige Marathon zu den hochdotierten World Marathon Majors. Die mehrteilige Serie der grössten Marathons wird 2022 in einem Kalenderjahr gewertet. Das erste Rennen in Tokio anfangs März hat Hug gewinnen können. Damit tritt er in Boston als Leader an, trifft aber mit Lokalmatador Daniel Romanchuk, der 2019 nach vier Siegen von Hug in Boston gewonnen, auf harte Konkurrenz. Die Vorbereitung war mit einer Coronainfektion vor zwei Wochen suboptimal. "Ich habe einige Tage nicht trainieren können, fühle mich aber nun wieder gut", sagt Hug auf dem Weg an den Flughafen. Auf der sehr schnellen Strecke in Boston kam er vergangenen Oktober nach 1:18:11 Stunden ins Ziel und war damit nur 24 Sekunden langsamer, als der Weltrekord, den er Mitte November 2021 in Oita brechen konnte. "Wenn die Bedingungen stimmen und ich mich gut fühle, will ich den Streckenrekord angreifen", so Hug zu den Zielen. Dieser Streckenrekord hat er selbst 2017 mit 1:18:04 Stunden aufgestellt. Dann ist es nicht mehr weit zum Weltrekord.